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Am 15.12.2009 veranstaltete das BBGM unter Teilnahme der Senatsverwaltungen und nachgeordneten Behörden, sowie der Mitgliedsorganisationen des DGB einen Strategieworkshop, für den uns Dr. Norbert Cyrus vom Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) als externer Experte zur Verfügung stand. Ziel des Strategieworkshops war es, die (Er-)Kenntnisse über Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zu vertiefen, die Abgrenzung zu und Überschneidungen mit anderen Themengebieten zu spezifizieren sowie die Grundprinzipien des BBGM in der Bekämpfung des Menschenhandels zu verdeutlichen.
Nach einer kurzen Einführung in die Thematik des Menschenhandels zum Zweck der Arbeitsausbeutung, hielt Herr Cyrus ein Impulsreferat über den momentanen Forschungsstand in diesem Bereich sowie den Stand der Diskussion auf nationaler und internationaler Ebene.
Anhand einiger Fallbeispiele, die im Rahmen einer vom BBGM in Auftrag gegebenen Studie recherchiert wurden, diskutierten die TeilnehmerInnen soziologische und juristische Verständnisse von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und zeigten Schwierigkeiten auf, die je nach Perspektive im Rahmen einer Identifizierung von Betroffenen auftreten könnten. Neben den verschiedenen Verständnissen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung bilden auch die Begriffsüberschneidungen zu Schwarzarbeit, illegaler Migration und Arbeitsausbeutung sowie die charakteristische Prozesshaftigkeit von Menschenhandel zum Zwecke der Arbeitsausbeutung Herausforderungen für viele Akteure.
Weitere Themen, die während des Workshops diskutiert wurden, waren das Spannungsverhältnis zwischen Opferschutz und Täterverfolgung und die Möglichkeiten der Strafverfolgung im Sinne des Betroffenen. Die Beiträge der TeilnehmerInnen und die Ergebnisse der Diskussion trugen zu der genaueren Schwerpunktsetzung und weiteren Spezifizierung der geplanten Aktivitäten des BBGM bei. |

