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Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO)

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die Vertreter von Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern ihrer 183 Mitgliedsstaaten an einem Tisch versammelt, um gemeinsam Politik und Programm der Organisation zu gestalten. Die grundlegende Zielsetzung der ILO ist die Sicherung des Weltfriedens durch eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen aller Menschen. Die ILO hat sich seit ihrer Gründung 1919 für die Bekämpfung der Zwangsarbeit eingesetzt. 2001 hat die ILO das Sonderaktionsprogramm zur Bekämpfung der Zwangsarbeit (SAP-FL) ins Leben gerufen,  um diese Anstrengungen zu intensivieren.

 

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Arbeitnehmern, Arbeitgebern, der Zivilgesellschaft und anderen internationalen Organisationen ist die ILO bestrebt, alle Aspekte der Zwangsarbeit, darunter auch den Menschenhandel, anzugehen. Das reicht von präventiven Maßnahmen wie der verbesserten Kontrolle von Anwerbeagenturen, über die wissenschaftliche Erfassung des Problems durch Datenerhebung und Länderstudien bis hin zu Schulungen u.a. für Arbeitsinspektoren, Staatsanwälte und Richter. Die ILO drängt auch auf wirksame Gesetze in den Mitgliedstaaten und auf machtvollere Umsetzungsmechanismen, wie rechtliche Sanktionen und rückhaltlose Verfolgung derjenigen, die Zwangsarbeiter ausbeuten.

 

Durch die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins bemüht sich die ILO, das Scheinwerferlicht auf diese Form der Verletzung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten zu lenken. Die Teilnahme der ILO an dem Projekt „Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung“ schließt an diese Bestrebungen an.

 

Weitere Informationen:

ILO-Büro Berlin: http://www.ilo.org/public/german/region/eurpro/bonn/index.htm
ILO Sonderaktionsprogramm zur Bekämpfung der Zwangsarbeit: http://www.ilo.org/sapfl/lang--en/index.htm