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Am 25. Mai 2010 veranstaltete das „Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung“ (BBGM) einen Workshop für Beratungsstellen zum Thema „Identifizierung. Dieser Workshop bildete der erste in einer Reihe von Workshops für Beratungsstellen, welche das Ziel verfolgen, praxistaugliche Indikatorenlisten für die verschiedenen Beratungsstellen zu entwickeln, mit deren Hilfe Betroffene von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung besser identifiziert werden können. Als Grundlage dienten Indikatoren, die die Europäische Kommission und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) zusammen mit Experten aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten entwickelt haben, und welche im Workshop anhand von branchenspezifischen Fallbeispielen angewendet wurden.
Nachdem die EC-ILO Indikatorenliste zu Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung vorgestellt wurde, untersuchten die TeilnehmerInnen, inwiefern sich Schnittstellen zwischen den Indikatoren und ihren eigenen Arbeitsbereichen ergeben. Dabei kamen die TeilnehmerInnen von gewerkschaftlichen, Gesundheits-, Frauen- und MigrantInnen-Beratungsstellen, zu teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Relevante Indikatoren für ihren jeweiligen Arbeitsbereich konnten jedoch von allen ausgemacht werden.
Im zweiten Teil des Workshops berichtete eine Vertreterin des Zentrums für sexuelle Gesundheit und Familienplanung in Charlottenburg-Wilmersdorf über Erfahrungen aus der Praxis im Umgang mit Indikatorenlisten. Sie bezog sich dabei auf Beispiele aus der Beratungsarbeit mit Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, zeigte aber auch deutliche Parallelen zu der Situation von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung auf.
Anschließend wurde den TeilnehmerInnen die Möglichkeit gegeben, in Arbeitsgruppen die Indikatoren auf Fallbeispiele anzuwenden und zu diskutieren. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass die bestehende Indikatorenliste vor allem für die Sensibilisierungsarbeit ein sehr sinnvolles Instrument darstelle. Für die konkrete Anwendung in der Beratungsarbeit müsse die Indikatorenliste jedoch noch überarbeitet und erweitert bzw. konkretisiert werden.
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