Workshop mit VertreterInnen aus der öffentlichen Verwaltung zur Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung


Am 12. Mai 2010 veranstaltete das Berliner Bündnis gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Verwaltung einen Workshop zur Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung. Der Workshop ist der erste in einer Reihe von Workshops, deren Ziel die Erarbeitung von möglichst praxisnahen Indikatoren ist, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Behörden, die mit potentiell Betroffenen in Kontakt kommen könnten, die Identifizierung von Betroffenen zu erleichtern.

 

Grundlage des Workshops war die EC/ILO – Indikatorenliste, die den Teilnehmenden, Vertreterinnen und Vertretern aus relevanten Behörden im ersten Teil des Workshops vorgestellt und mit ihnen diskutiert wurden. Schwerpunkt der Diskussion war der Hintergrund von Indikatorenlisten, sowie die Relevanz und Anwendbarkeit der vorgestellten Indikatorenliste für die Arbeitsgebiete und Verantwortungsbereiche der Teilnehmenden.

 

Der zweite Teil des Workshops wurde von einem Impulsreferat zum Umgang mit Indikatorenlisten für die Identifizierung von Menschenhandelsbetroffenen im Raum Berlin eingeläutet und insbesondere die Rolle von Indikatorenlisten für Ermittlungsbehörden diskutiert. In einem zweiten Schritt hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, im Rahmen von Arbeitsgruppen die EC-ILO – Indikatorliste anhand von branchenspezifischen Fallsbeispielen anzuwenden. Im Anschluss daran wurden die Herausforderungen bei der Anwendung dieser Indikatorenliste im Hinblick auf den bestehenden Strafrechtsparagrafen 233 diskutiert, sowie Verbesserungsvorschläge und mögliche Ergänzungen für die Liste erörtert.

 

 

Aferdita Suka, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales


Zum Bericht über den Workshop für Beratungsstellen zur Identifizierung von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung