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Gerade in den Bereichen der Gebäudereinigung oder auf dem Bau, bilden Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung oft einen der wenigen Kontakte zu Außenwelt. Darüber hinaus ist es Kolleginnen und Kollegen von potentiell Betroffenen auf Grund von gemeinsamen Arbeitszeiten oder Arbeitsstellen oft besser möglich, Merkmale von Arbeitsausbeutung und Zwangsverhältnissen zu erkennen. Sie könnten damit eine wertvolle Rolle in der Identifizierung von potentiell Betroffenen spielen und Hilfestellung für Betroffenen in der Suche nach Unterstützungsangeboten leisten. Doch es ist nicht immer einfach, mit diesen Situationen umzugehen. Häufig fällt es Betroffenen nicht leicht, über ihre oder seine Situation zu sprechen. Zudem spielen insbesondere in Arbeitsbereichen, in denen eine große kulturelle Vielfalt unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter existiert, auch kulturelle Besonderheiten im Umgang miteinander eine wichtige Rolle. Den Umgang mit dieser kulturellen Vielfalt kann man lernen, unter anderem durch die Sensibilisierung für diese Vielfalt. Dies wiederum kann entscheidend dazu beitragen, Betroffene von extremer Arbeitsausbeutung und Menschenhandel leichter zu identifizieren, was wiederum die Voraussetzung dafür ist, ihnen in angemessener Form Hilfe anbieten zu können und sie bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen. Ziel der Schulung war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen zu vermitteln. Des Weiteren sollten sie in die Lage versetzt werden, relevante Merkmale von Arbeitsausbeutung und Menschenhandel zu erkennen, zu interpretieren und zu dokumentieren, um potenziell Betroffene in der Kontaktaufnahme mit relevanten Behörden und Beratungsstellen unterstützen zu können. |

